Phasen klinischer Studien

Die Entwicklung eines Medikaments wird in verschiedene Phasen eingeteilt. Bevor es in Phase I erstmals an Menschen getestet wird, durchläuft es eine Reihe an präklinischer Studien. Dabei wird die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Medikaments in geeigneten Tierversuchen erprobt.

Phase I

In einer Phase-I-Studie wird ein Medikament das erste Mal an einer geringen Anzahl von gesunden Freiwilligen getestet. Diese Phase dient dazu, grundlegende Eigenschaften, wie Verträglichkeit und Sicherheit des neuen Medikaments zu prüfen und zu entscheiden, ob es sich für einen Einsatz beim Menschen eignet. Die gesunden Freiwilligen werden dabei intensiv betreut und mögliche Nebenwirkungen werden beobachtet. 

Phase II

Phase-II-Studien sind größer als Phase-I-Studien. Das Medikament wird hier zum ersten Mal bei ca. 100 bis 300 Patient*innen geprüft, die an der Erkrankung leiden, die mit dem neuen Medikament behandelt werden soll. Ziel ist es, eine optimale Dosierung zu finden, Nebenwirkungen zu überprüfen und die ersten Daten zur Wirksamkeit des neuen Medikaments zu erheben. Patient*innen werden dabei intensiv betreut, um das sicherste und wirksamste Therapieschema bestimmen zu können.

Phase III

In Phase-III-Studien wird ein Medikament an einer großen Anzahl (ca. 300 bis mehreren 1000) Patient*innen getestet, um relativ präzise Auskünfte über Wirksamkeit und Verträglichkeit des neuen Medikaments geben zu können. Meistens werden dabei Patient*innen, die das neue Medikament erhalten mit einer Kontrollgruppe verglichen, die ein Placebo, oder einen schon zugelassenen Arzneistoff erhält.

Phase IV

Phase-IV-Studien erfolgen mit bereits zugelassenen Medikamenten an einer noch größeren Anzahl an Patient*innen. Dabei können gezielte Eigenschaften des Medikaments an bestimmten Patient*innen-Untergruppen untersucht werden, sowie langfristige Auswirkungen des Medikaments und seltene Nebenwirkungen festgestellt werden.

 

Veranstaltungen und Termine

14th World Congress on Controversies in Neurology (CONy)

29.10.2020 - 01.11.2020
Online Kongress
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CTAD Kongress 2020 "13th Clinical Trials on Alzheimer's Disease"

04.11.2020 -07.11.2020
Online Kongress
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DGPPN Kongress 2020 "Psychiatrie in der sozialen Lebenswelt"

26.11.2020 - 28.11.2020
Online Kongress
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Aktuelle Informationen und Artikel

Alltagspraktische Tätigkeiten sind relevant in der Diagnostik der Alzheimer-Demenz

15.10.2020 - Journal of Alzheimer’s Disease

Den Verlauf der Alzheimer-Demenz vorherzusagen ist eine Herausforderung. In dieser Studie wurde untersucht, welche im Alltag relevanten Fähigkeiten ein späteres Fortschreiten frühzeitig erkennen lassen. In der Untersuchung einer mittelschwer betroffenen Patientengruppe zeigte sich, dass ein Cluster von Fähigkeiten besonders gut den Verlauf der nächsten 2 Jahre vorhersagt. Zu den Fähigkeiten mit hoher Relevanz gehörten: „das Erledigen finanzieller Angelegenheiten“, „die zeitgleiche Beschäftigung mit mehreren Dingen“, „die Orientierung in einer unbekannten Umgebung“ sowie „das Zubereiten einer Mahlzeit“.

Dieses neu identifizierte Cluster konnte das Fortschreiten der Alzheimer-Demenz sogar früher erkennen als klassische neuropsychologische Tests.

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Alzheimer: Erinnerungen sind möglicherweise nur überlagert

07.08.2020 - Deutsches Ärzteblatt

Einen Mechanismus, der die gestörte Erinnerung bei einer Alzheimer-Erkrankung mitverursachen könnte, beschreiben Wissenschaftler um Martin Fuhrmann vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE; Studie veröffentlicht in Nature). Danach stören Nervenzellen im Gehirn, die für neue Erfahrungen zuständig sind, die Signale von Zellen, die Erinnerungen enthalten und legen eigene Signale darüber. 

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Bluttest erkennt Morbus Alzheimer bis zu 20 Jahre vor ersten kognitiven Störungen

05.08.2020 - Deutsches Ärzteblatt

Ein neuer Bluttest, der Bruchstücke des für die Erkrankung typi­schen Tau-Proteins nachweist, hat in 2 Studien einen Morbus Alzheimer ebenso zuver­lässig erkannt wie die derzeitigen Standardtests, die aufgrund ihrer Invasivität oder Kosten nicht als Screeningtest infrage kommen

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Neue Erkenntnisse über subjektiv empfundene Gedächtnisprobleme

16.07.2020 - Neurology
Ein Forschungsteam unter Federführung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) kommt zu dem Schluss, dass die persönliche Wahrnehmung ein wichtiges Indiz sein kann, um eine Alzheimer-Erkrankung frühzeitig zu bemerken.
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Aktuelle Rekrutierung

Aktuell sucht die Eisai Studie Probanden.
 
Diese Studie untersucht die Wirksamkeit eines neuen Medikaments für Patient*innen im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit gegenüber einem Placebo und wird an mehreren Gedächtnisambulanzen in Deutschland durchgeführt.

Auschreibung Alzheimer-Promotionsstipendien 2021

Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung hat die Ausschreibung der Promotionsstipendien 2021 gestartet. Gefördert werden Promotionsvorhaben, die an einem der zehn Standorte des Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) durchgeführt werden und sich der Erforschung der Linderung und Heilung der Alzheimer-Krankheit oder ähnlicher Alterserkrankungen widmen.

Bewerbungen sind an das Kuratorium der Stiftung in englischer Sprache bis zum 30. September 2020 elektronisch unter info@breuerstiftung.de möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Hans und Ilse Breuer-Stiftung (www.breuerstiftung.de).