Neuropsychologische Untersuchung

Eine weitere wichtige Informationsquelle ist die Überprüfung von Gedächtnis, Denkvermögen, Sprache und Wahrnehmungsfähigkeit der untersuchten Person. Die neuropsychologische Untersuchung beantwortet dabei im Wesentlichen drei Kernfragen: (1) Lassen sich kognitive Defizite objektivieren? (2) Wenn ja, wie ausgeprägt sind die kognitiven Defizite? (3) Welche differentialdiagnostischen Erwägungen lassen sich aus der Verteilung der kognitiven Defizite (z.B. primär Störung im Bereich des Gedächtnisses, oder Sprachstörung im Vordergrund) ableiten? Hierfür können verschiedene Tests eingesetzt werden. Die Auswahl der spezifischen Verfahren richtet sich nach der Fragestellung und dem Krankheitsstadium der zu untersuchenden Person. Kurze Screening-Tests sind beispielsweise: MMSE (Mini-Mental Status Examination, deutsch: MMST), DemTect (Demenz-Detektion), oder MoCA (Montreal Cognitive Assessment).
Eine vertiefte neuropsychologische Untersuchung kann insbesondere bei einem klinisch nicht eindeutigen Befund einen großen Beitrag leisten. Weltweit hat sich als Testbatterie im Rahmen von Gedächtnissprechstunden die CERAD-Testbatterie durchgesetzt. Sie besteht aus einer Reihe von Aufgaben, die unterschiedliche kognitive Domänen abdecken, wobei die Betonung auf der Domäne Gedächtnis liegt und damit eine Stärke des Verfahrens bei der Alzheimer-Erkrankung liegt. Insbesondere der CERAD-Plus, der einige zusätzliche Untertests wie den Trail Making Test und den Uhren Test verwendet, kann für differentialdiagnostische Abwägungen hilfreich sein und je nach Fragestellung noch durch weitere neuropsychologische Testverfahren ergänzt werden.

Veranstaltungen und Termine

Alzheimer's Afternoons

05.05.2020 - 03.08.2020
Online Seminar Serie
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Mit Demenz leben

12.05.2020 - 26.05.2020
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6. Kongress der EAN (Europäische Akademie für Neurologie)

23.05.2020 - 26.05.2020
Online Kongress
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Aktuelle Informationen und Artikel

Entzündung könnte Fortschreiten einer Alzheimer-Demenz triggern

27.04.2020 - Deutsches Ärzteblatt
Bonn – Eine Immunreaktion der Mikroglia-Zellen im Gehirn könnte für die Entwicklung einer Alzheimer-Erkrankung maßgeblich mitverantwortlich sein. Das berichten Wissenschaftler um Michael Heneka, Arbeitsgruppenleiter am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Direktor der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie am Universitätsklinikum Bonn. Ihre Arbeit ist in der Fachzeitschrift Cell Reports erschienen.
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Neues Infoblatt informiert Menschen mit Demenz und Angehörige zum Corona-Virus

10.04.2020 - Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat ein Informationsblatt erstellt, mit dem Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen die wichtigsten Informationen zum Umgang mit der aktuellen Corona-Krise erhalten. Damit soll der Verunsicherung entgegengewirkt werden. Praktische Tipps zur Alltagsgestaltung erleichtern das Zusammenleben bei eingeschränkten Kontakt- und Bewegungsmöglichkeiten.

auf Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. weiterlesen

Interview mit Prof. Gasser zum Welt-Parkinson-Tag: „Klären Sie so frühzeitig wie möglich die Symptome ab“

09.04.2020 - DZNE
Parkinson-Forscher Prof. Thomas Gasser spricht im Interview über die Vorboten der Parkinson-Erkrankung, die Bedeutung der Diagnose für Patient*innen und Angehörige und mögliche neue Therapieansätze.
auf DZNE weiterlesen

Aktuelle Rekrutierung

Aktuell sucht die Eisai Studie Probanden.
 
Diese Studie untersucht die Wirksamkeit eines neuen Medikaments für Patient*innen im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit gegenüber einem Placebo und wird an mehreren Gedächtnisambulanzen in Deutschland durchgeführt.

Promotionsstipendium

Drei Alzheimer Promotionsstipendien der Hans und Ilse Breuer-Stiftung wurden 2019 an drei Nachwuchswissenschaftlerinnen vergeben.